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Wettbewerb 2009

Der Wettbewerb "familie gewinnt" 2009 ist erfolgreich beendet.

Familienfreundlichkeit ist nicht länger ein Schönwetterthema für Unternehmen in OWL
Preise im Unternehmenswettbewerb „familie gewinnt 2009“ des Lokalen Bündnisses Gütersloh verliehen

Gütersloh, 24.11.2009. Fünf von 31 teilnehmenden Unternehmen aus dem Kreis Gütersloh wurden am Dienstagabend als Sieger des Wettbewerbs „familie gewinnt“ im Kreishaus Gütersloh für herausragende Ideen, Konzepte und Impulse zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgezeichnet. In vier Kategorien (nach Firmengröße) und einer weiteren (öffentliche Körperschaften) wurde je ein Unternehmen prämiert, das sich für seine Mitarbeiter besonders einsetzt und damit beispielhaft für andere Betriebe im Kreis Gütersloh ist.

Die Gewinner sind in der Kategorie bis 10 Mitarbeiter der Friseursalon Stilo in Verl, in der Kategorie bis 50 Mitarbeiter die ProDEKon in Gütersloh (Metallverarbeitender Betrieb), in der Kategorie bis 250 Mitarbeiter die Hagedorn GmbH, ebenfalls in Gütersloh (Abbruch- und Entsorgungsunternehmen) und in der Kategorie über 250 Mitarbeiter die Grauthoff Türenwerke Gruppe GmbH in Rietberg-Mastholte. In der Kategorie Körperschaften des öffentlichen Rechts/nicht erwerbswirtschaftlich ausgerichtete Unternehmen wurde die Kläranlage Steinhagen ausgezeichnet.

Die Gewinner erhielten ein Preisgeld von je 2.500 €, das zweckgebunden für Investitionen in weiterführende familienfreundliche Maßnahmen bestimmt ist, die Grauthoff Türenwerke Gruppe GmbH einen Freiplatz beim Führungskräfte-Training der Business Summer School der Bertelsmann Stiftung. Alle Teilnehmer wurden mit einem Zertifikat, als Anerkennung ihres besonderen familienfreundlichen Engagements, ausgezeichnet.

Die Bertelsmann Stiftung und der Kreis Gütersloh hatten als Träger des Lokalen Bündnisses für Familie im Kreis Gütersloh 2009 zum zweiten Mal zur Teilnahme eingeladen.

Zu den Teilnehmern des Wettbewerbs zählen Kleinstbetriebe, mittelständische Firmen und Großunternehmen. Obwohl sie unterschiedlichen Branchen angehören, setzen sie, angesichts eines verschärften Existenzkampfes und der Notwendigkeit sich auf dem Markt neu zu positionieren, gegenüber ihren Mitarbeitern auf Familienfreundlichkeit. Flexible Arbeitszeiten, ein gleitender Wiedereinstieg nach dem Mutterschutz oder Freistellungen in Notfällen werden überall praktiziert. Sieben Teilnehmer hatten sich bereits beim ersten Wettbewerb 2007 beworben und damit bewiesen, dass Familienfreundlichkeit in Unternehmen ein fortwährender Prozess ist.

„Es war keine leichte Aufgabe für die Jury die besten Beispiele auszuwählen. Gerade weil für unsere Wettbewerbsteilnehmer Familienfreundlichkeit nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, ist für uns jeder Einzelne ein Gewinner“, erläutert Landrat Adenauer die Meinung der Jury. „Die Teilnehmer haben bewiesen, dass sich Familienfreundlichkeit trotz Wirtschaftskrise lohnt und ein Erfolgsmodell für Unternehmen in wirtschaftlich schweren Zeiten ist.“

Ich freue mich nicht nur über die rege Resonanz auf den Wettbewerb, sondern auch über die interessanten Beispiele“, so Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung und Schirmherrin des Wettbewerbs bei der Preisvergabe. „Für mich sind alle Modelle in vielerlei Hinsicht vorbildlich, weil im Rahmen einer partnerschaftlichen, familienfreundlichen Unternehmenskultur sehr pragmatische, praxisorientierte Lösungen umgesetzt werden, die sowohl die Interessen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer, aber auch den zunehmend wichtigen Aspekt der Balance bei Frauen und Männern berücksichtigen.“

Das unterstrich auch Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen: „Familienfreundlichkeit ist ein Standortvorteil für Unternehmen - gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels: Denn wer in Zukunft wettbewerbsfähig und innovativ bleiben möchte, braucht leistungsbereite Fachkräfte, gut ausgebildete Männer und Frauen, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, junge und ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Ein Sonderzertifikat erhielt die Versorgungseinheit der britischen Streitkräfte GLSU (Gütersloh Labour Support Unit), die sich ebenfalls am Wettbewerb beteiligt hatte und mit familienfreundlichen Maßnahmen auf die besonderen Anforderungen ihrer Arbeitswelt eingeht. Carina Stöckl, die Koordinatorin des Lokalen Bündnisses für Familie im Kreis Gütersloh, Initiator des Wettbewerbs, zieht eine positive Bilanz: „Wir haben festgestellt, dass die Teilnehmer nicht nur erste Schritte in Richtung zu mehr Familienfreundlichkeit gehen, sondern teilweise einen sehr beeindruckenden Kulturwechsel vollzogen haben.“

Ansprechpartner:
Carina Stöckl, Lokales Bündnis für Familie, Tel. 0 52 41 / 85 10 92
Birgit Wintermann, Bertelsmann Stiftung, Tel. 0 52 41 / 81 81 289
Jan Focken, Kreis Gütersloh, Tel. 0 52 41 / 85 10 40


Liz Mohn

Stellv. Vorsitzende des Vorstandes der Bertelsmann Stiftung, Vorsitzende der Bertelsmann Verwaltungs­gesellschaft

Um den Kreis Gütersloh zu einer der familienfreundlichsten Regionen Deutschlands zu machen, bedarf es einer Verzahnung von Zielen der Kommunen, der Wirtschaft und gesellschaftlicher Gruppen.


familie gewinnt

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